Reaktion auf die Ablehnung durch den Stadtrat

Bericht der Volksstimme vom 1. März 2017 über die Reaktion zum Ratsbeschluss und Kommentar hierzu vom Kuratorium Ulrichskirche e.V.

Kommentar des Kuratoriums Ulrichskirche e.V. auf der Webseite Ulrichskirche.de

01.03.17

Schlechte Verlierer, gute Gewinner?

Die Magdeburger Volksstimme wertet:



Kommentar: Katja Tessenow, Lokalredakteurin der Magdeburger Volksstimme behauptet, wir seien schlechte Verlierer: wutschnaubend, verbittert, uneinsichtig, ungnädig und kompromisslos. Die zwei roten Stadträte, die mit ihrer Rhetorik dicht am Ulbrichtschen Unrechtsstaat argumentierten, sind dann vermutlich die guten Gewinner? Verlierer sind dann aber auch die Magdeburger Bürgerinnen und Bürger, die sich eine - auch von uns angeregte - Bürgerbefragung zu einer kleinen Erinnerungsarchitektur auf dem Ulrichplatz von einer rot-roten Ratsmehrheit verbieten ließen. Also dann doch lieber keine Kleinstarchitektur im Stile von Katharinenportal oder Sterntor auf dem Ulrichplatz, kein Blick in ein Fenster eintausendjähriger Geschichte im Zentrum der Stadt, keine Erinnerung an Otto von Guerickes Tauf- und Hochzeitskirche, keine Erinnerung an die europaweit bekannte Herrgotts Kanzlei, keine Erinnerung an die tapfere bekennende Kirche im Dritten Reich? Viele Mitstreiter in unseren Reihen gehören übrigens auch keiner Religion an und wollen unter dem Kirchenportal auch keine sonntäglichen Messen feiern. Ist die Zeit professioneller journalistischer Fremdbeobachtung mit Pro- und Kontrakommentar, die Zeit objektiver Berichterstattung a la Karl-Heinz Kaiser nun vorbei? Das wäre sehr schade. Wir möchten nämlich gern auch in Zukunft Leserbriefe an die Lokalredaktion schreiben, ohne Angst haben zu müssen, dass man uns ehrenamtlich in unserer Freizeit für Magdeburgs Identität kämpfenden Bürger dann sofort mit Attributen wie wutschnaubend, verbittert, uneinsichtig, ungnädig und kompromisslos bezeichnet. Wir sind es nämlich nicht. 

 

Anmerkung  Josef Fassl  14.03.2017:

Der Kommentar des Vereins Kuratorium Ulrichskirche zum ablehnenden Ratsbeschluss und zur Kritik der Volksstimme bestätigen alle schlimmen Vermutungen. Das berechtigte Anliegen, an die Ulrichskirche, ihre Geschichte und ihre tragische Zerstörung zu erinnern ist zur bloßen Rhetorik verkommen, die schallplattenartig wiederholt wird und die niemand mehr hören will.  Das hat die Ulrichskirche nicht verdient.

 

 

 

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